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Ikigai: Eine Illusion, die dich Jahre kosten kann. Meine Geschichte

Ikigai ist ein japanisches Konzept, das in den letzten Jahren im Westen enorm populär geworden ist. Das Wort selbst lässt sich schwer übersetzen – am ehesten als “Lebenssinn” oder “das, wofür es sich zu leben lohnt”. 

Ich habe überwiegend Ikigai als Methode verwendet und einige Projekte damit gestartet, darunter war die Öffnung einer SEO Agentur das Highlight. Damit habe ich auch eine besonders intensive Erfahrung und Verständnis über diese Methode. 

Das Ikigai-Modell, wie es heute in Karriere- und Gründungskreisen verwendet wird, besteht aus vier überlappenden Kreisen. Jeder Kreis steht für eine wichtige Dimension deines Lebens:

Die vier Kreise des Ikigai:

  1. Was du liebst (What you love): Deine Leidenschaft. Die Dinge, die dich begeistern, die dir Energie geben, bei denen du die Zeit vergisst.
  2. Worin du gut bist (What you’re good at): Deine Fähigkeiten. Die Dinge, die dir leichtfallen, bei denen du besser bist als die meisten anderen.
  3. Wofür du bezahlt werden kannst (What you can be paid for): Dein Marktwert. Die Dinge, für die Menschen bereit sind, Geld auszugeben.
  4. Was die Welt braucht (What the world needs): Deine Mission. Die Probleme, die gelöst werden müssen, die Bedürfnisse, die existieren.

Dein Ikigai liegt dort, wo sich alle vier Kreise überschneiden. An diesem Punkt vereinen sich:

  • Deine Leidenschaft
  • Deine Kompetenz
  • Die Nachfrage des Marktes
  • Der Beitrag zur Welt

Auf dem Papier klingt das fast zu schön, um wahr zu sein: Finde diesen einen Punkt, und du hast nicht nur eine Geschäftsidee, sondern den Sinn deines Lebens gefunden.

Wie funktioniert es praktisch?

Um dein Ikigai zu finden, sollst du dich systematisch durch die vier Kreise arbeiten:

  1. Schritt 1: Selbstreflexion
    Liste auf, was dich wirklich begeistert. Nicht das, von dem du glaubst, dass es dich begeistern sollte, sondern das, was dich tatsächlich in einen Flow-Zustand versetzt.
  2. Schritt 2: Fähigkeitsinventur
    Analysiere deine Stärken. Was kannst du besser als die meisten? Was fällt dir leicht, während andere dafür Jahre brauchen?
  3. Schritt 3: Marktforschung
    Untersuche, wofür Menschen Geld ausgeben. Welche deiner Fähigkeiten sind monetarisierbar? Wo überschneiden sich deine Stärken mit tatsächlicher Nachfrage?
  4. Schritt 4: Wirkungsanalyse
    Frage dich: Welche Probleme existieren in der Welt? Wo kann ich einen echten Unterschied machen? Was würde fehlen, wenn es mich nicht gäbe?
  5. Schritt 5: Die Synthese
    Suche nach der Schnittmenge. Gibt es einen Bereich, in dem alle vier Dimensionen zusammenkommen?

Mein Fazit:

Das Ikigai-Prinzip funktioniert zwar grundsätzlich bei vielen Dingen, jedoch nicht bei der Unternehmensgründung. Die Gründe dafür sind dieselben wie beim Igel-Konzept. Meiner Meinung nach haben all diese Methoden, die nach Schnittmengen suchen, das gleiche Problem: Sie sind keine „Ideenfinder“, sondern „Kompromissfinder“.

In meinem Beitrag „Ikigai, der perfekte Kompromiss-Finder“ findest du meine ausführliche Erfahrung damit. Dort erfährst du, was ich mit meiner SEO-Agentur genau erlebt habe.

Hier die Kurzversion: Stell dir vor, drei Leute wollen essen gehen. Eine Person mag kein Rindfleisch, eine Person kein Schweinefleisch und eine Person keinen Fisch. Am Ende entscheiden sie sich für Tofu, aber nicht, weil jemand von ihnen Tofu besonders gern mag, sondern weil es ein Kompromiss ist.

Viele Dinge funktionieren als Kompromiss, aber es gibt Bereiche, in denen Kompromisse keinen Platz haben. Die Unternehmensgründung gehört zu diesen Dingen.

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chi.zhang
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