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What How Why

Das Konzept “Start with Why” stammt von Simon Sinek und basiert auf seinem berühmten TED-Talk, der über 60 Millionen Mal angesehen wurde. Sineks zentrale These: Die meisten Menschen und Unternehmen wissen, was sie tun. Viele wissen, wie sie es tun. Aber nur wenige wissen, warum sie es tun.

Und genau das, sagt Sinek, ist der Unterschied zwischen Durchschnitt und Exzellenz.

Der Goldene Kreis:

Sinek visualisiert seine Idee als drei konzentrische Kreise – von außen nach innen:

  1. WHAT (Was): Das ist das Produkt oder die Dienstleistung, die du anbietest. Jedes Unternehmen weiß, was es tut. Apple verkauft Computer. Nike verkauft Schuhe. Starbucks verkauft Kaffee.
  2. HOW (Wie): Das ist die Art und Weise, wie du es tust. Deine Methode, dein Prozess, dein Alleinstellungsmerkmal. Manche Unternehmen können das artikulieren: “Wir nutzen die beste Technologie” oder “Wir haben den besten Kundenservice.”
  3. WHY (Warum): Das ist dein Zweck, deine Überzeugung, dein Glaube. Nicht: “Wir wollen Geld verdienen” (das ist ein Ergebnis, kein Zweck). Sondern: Wofür existierst du überhaupt? Was treibt dich an? Welche Veränderung willst du in der Welt sehen?

Wie funktioniert es praktisch?

Um dein WHY zu finden, schlägt Sinek einen einfachen Prozess vor:

  1. Frage dich: Warum machst du, was du machst?
    Nicht: “Um Geld zu verdienen.” Das ist eine Konsequenz, kein Motiv. Sondern: Was ist die tiefere Überzeugung? Woran glaubst du?
  2. Schau in deine Vergangenheit:
    Oft liegt dein WHY in prägenden Erfahrungen. Was hat dich geformt? Welche Momente in deinem Leben haben deine Werte geprägt?
  3. Formuliere es klar und einfach:
    Dein WHY sollte nicht länger als ein Satz sein. Zum Beispiel:
    • “Ich glaube daran, dass jeder Mensch das Recht hat, seine Stimme zu finden.”
    • “Ich glaube daran, dass Bildung die Welt verändern kann.”
    • “Ich glaube daran, dass Design nicht nur schön sein sollte, sondern Probleme lösen muss.”
  4. Teste es:
    Erzähle anderen von deinem WHY. Fühlt es sich echt an? Inspiriert es dich selbst? Wenn nicht, hast du es noch nicht gefunden.

Mein Fazit:

„Start with Why“ ist ein kraftvolles Konzept. Es verschiebt den Fokus von der Frage „Was kann ich verkaufen?” hin zu der Frage „Wofür stehe ich?”

Genau das hat mir geholfen, als ich in meiner tiefsten Sinnkrise steckte. Zum ersten Mal stellte ich mir nicht mehr die Frage: „Welche Geschäftsidee bringt Geld?“ , sondern: „Woran glaube ich eigentlich?“

Ich bin der Meinung: Ähnlich wie bei „Lean Startup“ eignet sich „Start with Why“ auch nicht für Unternehmensgründungen. So wie ich die „Lean Startup“-Methode zu „Lean Corporate“ geändert habe, funktioniert das hier auch eher für große Unternehmen, die bereits im Tagesgeschäft versunken sind und nicht mehr wissen, wofür ihre Produkte in erster Linie dienen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass „Start with Why“ für Geschäftsideen nicht nützlich ist. Es ist ein Werkzeug, um Klarheit über die eigene Motivation zu gewinnen. Und das ist wertvoll. Gerade in der Phase der Ideensuche spielt die Motivation der Ideen eine entscheidende Rolle. In Phase 5 wirst du dann erkennen, wie alles zusammenhängt.

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chi.zhang
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