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Ein B2B-Profi am Computer, umgeben von einem digitalen Netzwerk aus diversen Kunden-Avataren. Dies ist eine visuelle Metapher für die datenbasierte Erstellung eines Ideal Customer Profiles (ICP), um die perfekten B2B-Kunden zu identifizieren.
Ein klares Ideal Customer Profile (ICP) ist der Filter, der aus einer Masse von Kontakten Ihre profitabelsten Kunden herauskristallisiert.

Ideal Customer Profile: Was Top-Vertriebler wissen, und alle anderen nicht

Das „Ideal Customer Profile“ wird in der Regel von Vertriebsprofis nicht wahrgenommen. Selbst Marketingprofis kennen den Begriff oft nicht oder gehen davon aus, dass es sich dabei um dasselbe wie eine Buyer Persona handelt. Dabei funktioniert das in der B2B-Welt fundamental anders. Unabhängig von Ihrer Rolle hätte ich eine Frage an Sie: Haben Sie sich schon einmal überlegt, was ein typischer B2B-Vertriebler/eine typische B2B-Vertrieblerin den ganzen Tag macht?

Ich vermute, das Bild sieht etwa so aus: Er/sie telefoniert, vereinbart Termine, erstellt Angebote, fasst nach, präsentiert und versucht schließlich, den Abschluss zu erzielen. Ist das Ihre Vorstellung?

In einem typischen Vertriebsalltag ist der Begriff „Ideal Customer Profile” nicht geläufig. Wenn jemand aus der Vertriebswelt den Begriff einmal gehört hat, glaubt er oder sie, dass es sich dabei um eine typische Marketingaufgabe handelt.

Illustration einer B2B-Vertrieblerin am Schreibtisch beim Telefonieren. Typischer Vertriebsalltag oft ohne klares Ideal Customer Profile.

Anders, vielleicht etwas konsequenter ausgedrückt: In einer “normalen” Welt besteht die Aufgabe des Vertriebs, gerade im B2B-Bereich, nicht darin, selbst potenzielle Kunden, sogenannte Leads, zu akquirieren. Das ist Aufgabe des Marketings. Die Marketingabteilung sorgt dafür, dass aus potenziellen Kunden Leads generiert werden, aus denen dann „Opportunities” entstehen. Diese „Opportunities” werden schließlich vom Vertrieb zu „Transaktionen” oder „Sales” geführt.

Wenn wir diese Vorstellung konsequent verfolgen, kann man ein klares Vorbild erkennen. Er entspricht genau dem Klischee eines Verkäufers in einem Autohaus. Das Ganze sollte ungefähr so funktionieren wie bei einem typischen Autohändler mit den vielen Autos im Angebot und den Verkäufer:innen. Sie stehen zwischen den Fahrzeugen im Showroom. Die Schuhe sind geputzt, die Anzüge passen. Die Verkäufer:innen kennen jedes Modell, jede Ausstattungsvariante und jeden Finanzierungsplan. Sie sind fachlich gut informiert, wissen, wie sie ein Gespräch eröffnen, auf Menschen zugehen und Einwände behandeln, um einen Abschluss zu erzielen. Sie sind echte Profis.

Eine Illustration: Ein Verkäufer im Anzug steht neben einem roten Auto. Das Bild dient als Metapher für den klassischen B2C-Vertrieb im Autohaus, der sich grundlegend von der B2B-Akquise unterscheidet.
Im klassischen B2C-Vertrieb warten Verkäufer im Autohaus auf Kunden. Im B2B-Bereich funktioniert dieser Ansatz nicht.

Aber ihre Aufgabe besteht nicht darin, dafür zu sorgen, dass jemand von diesem Autohaus erfährt, über den Parkplatz schlendert, an einem Wagen stehen bleibt und Interesse zeigt. Die Aufgabe des Vertriebs beginnt erst in dem Moment, in dem ein Kunde das Autohaus betritt. Alles, was davor passiert – ob überhaupt jemand kommt, ob die richtigen Leute kommen, wie viele Menschen durch die Tür gehen, ist nicht Aufgabe des Vertriebs. Dafür gibt es Werbung, den Standort und die Markenbildung. Diese Aufgabe übernimmt das Marketing.

Grundsätzlich ist Ihre Vorstellung nicht falsch. So funktioniert die Beziehung zwischen Marketing und Vertrieb in der B2C-Welt nämlich. Plakative Beispiele sind das Autohaus oder Schokolade, Eis und neue Weinsorten bei der Weinhandlung.

Im B2B-Bereich funktioniert der Vertrieb anders, denn es gibt keine Autohäuser, die man beim Spaziergang entdeckt. Beim B2B-Vertrieb läuft niemand an einem Angebot vorbei und denkt spontan: „Oh, interessant, da geh ich mal rein.” Oder sogar: „Das Eis sieht lecker aus, ich hol mir eins.”

Ein Mann und eine Frau streiten sich im Büro. In Sprechblasen werfen sie sich gegenseitig "Schlechte Leads!" und "Schlechter Verkäufer!" vor. Eine Illustration für den typischen Konflikt zwischen Marketing und Sales im B2B.
“Schlechte Leads!” vs. “Schlechter Verkäufer!” – Ohne ein klares Ideal Customer Profile ist dieser Streit vorprogrammiert.

Aber es ist schwer, sich Vorbilder aus dem Nichts auszudenken. Am einfachsten ist es, zu kopieren. So kopieren Menschen fast eins zu eins die gleichen Maßnahmen in die B2B-Welt. Sie reduzieren ihre Produkte auf die simpelsten „Vorteile” und setzen auf „Muskeln zeigen”: Schau, wie toll ich bin! Mit allen Mitteln versuchen sie, eine Telefonnummer zu bekommen, damit die Kollegen vom Vertrieb zurückrufen können. Sie wollen eine Telefonnummer, weil sie so garantiert jemanden erreichen können; eine E-Mail könnte schließlich ignoriert werden.

Aber es ist deutlich schwerer, eine echte Telefonnummer zu bekommen, weil potenzielle Kunden täglich mit den gleichen Angeboten bombardiert werden. Dabei werden ihre eigenen Bedürfnisse so oft ignoriert, weil die einfachen „Features” gar nicht zu ihnen passen.

Somit ist der Streit zwischen Marketing und Vertrieb vorprogrammiert. Marketing hat die Leads, die die Rahmenbedingungen erfüllen und oft teuer eingekauft wurden, mit Telefonnummer. Doch der Vertrieb weiß, dass es nicht die richtigen Kunden sind. Der Verkauf stagniert.

Warum kommen so viele falschen Kunden rein, oder gar keine?

Die Antwort auf diese Frage ist das Ideal Customer Profile. Und die meisten B2B-Vertriebler befassen sich nicht damit. Das will ich verändern. Dieser Artikel ist Teil einer vollständigen B2B-Akquise-Strategie und zeigt Ihnen, wie Sie das ändern.


Was ist ein Ideal Customer Profile?

Ein Ideal Customer Profile (ICP) ist eine datenbasierte Beschreibung des Unternehmenstyps, der am besten zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung passt. Es definiert Merkmale wie Branche, Unternehmensgröße, Technologie-Stack, Wachstumsphase und konkrete Schmerzpunkte. Im Gegensatz zum Buyer Persona beschreibt das ICP kein Individuum, sondern ein Unternehmen.

Statt Name, Foto und Hobbys enthält ein ICP: In welcher Branche ist das Unternehmen tätig? Wie viele Mitarbeiter hat es? Welche Software verwendet es? In welcher Wachstumsphase befindet es sich? Welches konkrete Problem hat es, das Ihre Lösung adressiert?

Im B2B bestimmt das Ideal Customer Profile, mit welchen Unternehmen Sie überhaupt sprechen. Es kommt vor dem Verkaufsgespräch, vor der Kampagne, vor dem ersten Anruf. Es ist die Grundlage für Account Based Marketing, Outreach, Leadqualifizierung und Ressourcenverteilung.

42 %

der Unternehmen haben ein dokumentiertes Ideal Customer Profile. Die restlichen 58 % treffen ihre Zielgruppenentscheidungen ohne formale Grundlage. (Gartner, State of Sales, 2025)


Ideal Customer Profile vs. Buyer Persona

Das Buyer-Persona-Konzept stammt aus dem B2C-Marketing. Sie beschreiben Ihren typischen Käufer als Person. Alter, Einkommen, Lebensstil, Kaufverhalten. Sie geben ihr einen Namen, vielleicht ein Foto. Dann richten Sie Ihre Kampagnen auf diese Person aus.

Für B2C funktioniert das. Der Käufer ist eine Einzelperson. Er entscheidet selbst. Er zahlt aus der eigenen Tasche.

Im B2B kauft niemand allein. An einer typischen Kaufentscheidung sind zwischen 6 und 10 Personen beteiligt. Geschäftsführer, Abteilungsleiter, IT-Verantwortliche, Einkäufer, manchmal Rechtsberater. Jeder hat andere Prioritäten, andere Einwände. Keiner von ihnen entspricht der Person aus Ihrer Buyer Persona.

Ideal Customer ProfileBuyer Persona
BeschreibtEin UnternehmenEine Person
EntscheidetMit wem Sie sprechenWie Sie sprechen
DatenBranche, Größe, Tech-Stack, KaufauslöserRolle, Ziele, Einwände
BasisCRM-Daten, echte AbschlüsseOft Annahmen und Brainstorming
Im B2BKommt immer zuerstKommt nach dem ICP

Wenn Sie mit einem Buyer Persona arbeiten, stellen Sie sich vor, wie Sie eine einzelne Person überzeugen. Wenn Sie mit einem ICP arbeiten, entscheiden Sie vorher, welche Unternehmen überhaupt in Ihre Pipeline kommen. Das eine beschreibt einen Gesprächspartner. Das andere bestimmt, mit wem Sie überhaupt sprechen.

Marketing-Teams übernahmen das Buyer-Persona-Konzept aus der Konsumgüterwelt, weil es strukturiert und handhabbar wirkte. Irgendwann landete die Präsentation beim Vertrieb. Der Vertriebler hat genickt, die Beschreibung mitgenommen und weitergemacht wie bisher. Das Werkzeug passte nicht zum Job.


Ideal Customer Profile Beispiel

Hier ist ein konkretes Beispiel. Angenommen, Sie verkaufen ein Projektmanagement-Tool für wachsende B2B-Teams:

DimensionIhr Ideal Customer Profile
BrancheB2B SaaS, IT-Dienstleistungen, Agenturen
Unternehmensgröße20–150 Mitarbeiter
Umsatz2–15 Mio. € Jahresumsatz
WachstumsphaseSeries A/B oder profitabel wachsend
Tech-StackNutzt Slack, Google Workspace, kein Enterprise-PM-Tool
SchmerzpunktProjekte werden über E-Mail und Spreadsheets koordiniert, Übergaben gehen verloren
KaufauslöserTeamgröße hat sich in den letzten 6 Monaten verdoppelt, erster Projektmanager eingestellt
EntscheiderCOO oder VP Operations, bei kleineren Teams oft der Geschäftsführer
Negatives ICPUnter 10 MA, kein Budget für SaaS, bereits Asana/Monday im Einsatz

Vergleichen Sie das mit einem Suchfilter wie „mittelständische Unternehmen, 50–500 Mitarbeiter, DACH-Region”. Dieses ICP enthält eine Branche, einen Tech-Stack, einen konkreten Schmerzpunkt, einen Kaufauslöser und einen negativen Filter. Es beschreibt nicht eine vage Kategorie, sondern einen spezifischen Unternehmenstyp mit einem identifizierbaren Problem.


Echtes ICP vs. falsches ICP

„Mittelständische Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern” ist kein ICP

Es ist ein Suchfilter in LinkedIn Sales Navigator.

Eine solche Beschreibung kann Hunderttausende von Unternehmen umfassen. Ein Start-up mit 51 Mitarbeitern in Berlin und ein Familienunternehmen mit 499 Mitarbeitern in München haben außer der Mitarbeiterzahl kaum etwas gemeinsam. Unterschiedliche Entscheidungsstrukturen, Budgetzyklen, Kaufauslöser, Schmerzpunkte.

Falsches ICPEchtes ICP
“Mittelständische Unternehmen”SaaS-Unternehmen, 50–200 MA, Series A/B
“Irgendwo in der DACH-Region”Berlin, München, Wien mit aktivem Tech-Sektor
“Hat Budget für Software”Jahresumsatz 5–20 Mio., nutzt Salesforce + Slack
“Wächst irgendwie”30 %+ Headcount-Wachstum in den letzten 12 Monaten
Kein negativer Filter definiertAusschluss: unter 1 Mio. Umsatz, kein CRM

Fünf Fragen, die zeigen, ob Ihr ICP auf Daten basiert

Ein „Ja” bei einer dieser Fragen zeigt, dass Ihr Ideal Customer Profile wahrscheinlich nicht datenbasiert ist:

  • Könnten mehr als 30 % aller Unternehmen auf Ihrem Markt Ihr ICP erfüllen?
  • Enthält Ihr ICP keine Technologie-Daten oder Kaufauslöser?
  • Haben Sales und Customer Success beim Erstellen Ihres ICP nicht mitgewirkt?
  • Haben Sie nie analysiert, welche Kunden abgewandert sind und warum?
  • Ist Ihr ICP älter als 6 Monate?

Negatives ICP: Welche Unternehmen Sie ausschließen sollten

Ein negatives ICP definiert, welche Unternehmen Sie gezielt ausschließen. Es verhindert, dass Zeit in Kunden investiert wird, die nach kurzer Zeit abwandern oder nie den gewünschten Wert aus Ihrem Produkt ziehen.

Drift hat Low-fit-Nutzer aus seinem Funnel entfernt. Die Customer Acquisition Cost sank in einem Quartal um 37 %. (Drift, Revenue Acceleration Report, 2022) New Breed hat unpassende Kundensegmente aktiv disqualifiziert. Der durchschnittliche Deal-Wert stieg zwischen 2016 und 2019 um 152 %. (New Breed, Case Study, 2020)

Churn beginnt beim Targeting

ProfitWell hat 2023 analysiert: SaaS-Unternehmen, die ihre Zielkunden nicht aktiv vorfiltern, verlieren in den ersten 90 Tagen nach Abschluss 15 bis 20 % mehr Kunden als Unternehmen mit einem klaren ICP. (ProfitWell, SaaS Churn Benchmarks, 2023)

Ein erheblicher Teil der Churn-Rate ist kein Produkt- oder Support-Problem. Es ist ein Targeting-Problem.

Die falschen Kunden kosten mehr als kein Kunde.


Ideal Customer Profile erstellen: Schritt für Schritt

Warum Sie das ICP nicht Marketing allein überlassen können

Wenn Marketing das ICP allein erstellt, entsteht ein Dokument auf Basis von Marktdaten und Zielgruppensegmentierung. Aber es fehlen die echten Signale aus dem Verkaufsgespräch.

Welche Einwände kommen immer wieder? Welche Unternehmen kaufen schnell und welche zögern monatelang? Welche Kunden melden sich drei Monate später mit Problemen, die Ihr Produkt nie lösen sollte? Das weiß der Vertrieb. Marketing nicht.

Unternehmen, in denen Sales und Marketing dasselbe ICP verwenden, erzielen 38 % höhere Win Rates und 208 % mehr Marketing-generierten Umsatz. (Cognism, ICP Alignment Study, 2025)

Schritt 1: Ihre besten Kunden analysieren

Sie öffnen Ihr CRM. Sie exportieren alle abgeschlossenen Deals der letzten 12 bis 24 Monate. Dann filtern Sie: Welche Kunden haben am schnellsten abgeschlossen? Welche sind nie abgewandert? Welche haben expandiert? Welche haben Sie weiterempfohlen?

Das sind Ihre goldenen Kunden. Wenn Sie diese 10 bis 20 Accounts herausgefiltert haben, suchen Sie nach Mustern.

70–80 %

der erfolgreichsten Abschlüsse konzentrieren sich auf 3 bis 5 gemeinsame Merkmale. Diese Merkmalshäufungen sind Ihr ICP-Entwurf.

Schritt 2: Trigger Events identifizieren

Ein Trigger Event ist ein Ereignis in einem Zielunternehmen, das eine Kaufbereitschaft erzeugt, die vorher nicht existiert hat. Unternehmen kaufen nicht impulsiv. Sie kaufen, wenn sich etwas verändert: eine neue Führungskraft tritt an, eine Finanzierungsrunde wird abgeschlossen, eine Stelle wird ausgeschrieben, die vorher nicht existierte.

Wenn Sie ein Trigger Event identifizieren und innerhalb von 24 bis 48 Stunden reagieren, sind Sie oft der Erste, mit dem der potenzielle Kunde spricht. 95 % der B2B-Käufer entscheiden sich für einen der ersten vier Gesprächspartner. Vertriebsansätze, die auf Trigger Events basieren, erzielen bis zu 8-mal höhere Antwortquoten als generische Kaltakquise. Wenn Sie verstehen möchten, wie Sie Kaufsignale systematisch erkennen, lesen Sie den Artikel über Intent Data im B2B-Vertrieb.

Schritt 3: Ein Scoring-Modell aufbauen

Sobald Ihr ICP steht, bauen Sie daraus ein Scoring-Modell. Jeder Account bekommt eine Punktzahl. Das entscheidet, wie Sie Ihre Zeit investieren.

DimensionGewichtungMax. Punkte
Unternehmensmerkmale (Branche, Größe, Umsatz)30 %30
Technologie-Stack (verwendete Tools)20 %20
Kaufabsicht (Intent-Signale)15 %15
Engagement (Antworten, Demo-Anfragen)15 %15
Trigger Events (Funding, Personalwechsel)10 %10
Budgetpotenzial (LTV-Erwartung)10 %10

Ohne CRM und ohne historische Daten: Der 30-Tage-Sprint

Nicht jeder hat zwei Jahre CRM-Daten. Wenn Sie gerade erst anfangen oder Ihr Unternehmen noch jung ist, haben Sie keine Abschlusshistorie, aus der Sie Muster ableiten können. Ihr erstes ICP ist dann eine Hypothese, die Sie in 30 Tagen validieren:

  1. Woche 1 – Definieren: 2 bis 3 konkrete Hypothesen zu Branche, Unternehmensgröße und Schmerzpunkt. Saubere Kontaktliste mit 30 bis 50 Accounts aufbauen.
  2. Woche 2 – Testen: Outreach per E-Mail mit verschiedenen Nachrichten für verschiedene Segmente starten. Ziel ist nicht Volumen, sondern echte Reaktionen.
  3. Woche 3 – Analysieren: Öffnungsrate ignorieren. Fokus auf positive Antwortquoten und Gesprächstiefe. Welche Segmente reagieren am stärksten?
  4. Woche 4 – Verdoppeln: Einsatz bei den Segmenten mit höchster Resonanz verdoppeln. Ergebnisse dokumentieren. Das ist Ihr erster ICP-Entwurf.

Ihr ICP steht. Der nächste Schritt ist die richtige Nachricht.

Das Akquiseprotokoll nimmt Ihr Ideal Customer Profile und macht daraus individuelle Ansprachen. Es recherchiert die Website jedes Empfängers, zeigt Ihnen die Ergebnisse und generiert erst nach Ihrer Freigabe eine individuelle Nachricht.


Was sich im Vertrieb ändert, wenn Sie mit einem ICP arbeiten

Ihr Prospecting wird präziser

Statt 200 Unternehmen generisch anzuschreiben, beobachten Sie 30 Zielunternehmen aktiv. Sie wissen, wann eines davon eine neue Führungskraft einstellt, eine Finanzierungsrunde ankündigt oder eine Stelle ausschreibt, die Ihr Angebot relevant macht. Und Sie reagieren sofort. Das ist der Kern von Account Based Marketing.

Leadium hat auf ICP-basiertes Outreach umgestellt und die 20 besten Bestandskunden analysiert. Der Umsatz hat sich verdreifacht. Snowflake hat in einer ABM-Kampagne Accounts nach Kaufabsicht gescort. Die identifizierten Accounts haben 34 % schneller abgeschlossen als Accounts, die nur nach Branche gefiltert wurden.

Sie sagen schneller Nein

Vertriebler mit einem Ideal Customer Profile haben eine klare Grundlage, um früh zu entscheiden, ob ein Lead weiterverfolgt wird.

“Das schlimmste Verbrechen im Vertrieb ist nicht, einen Deal zu verlieren. Es ist, lange zu brauchen, um ihn zu verlieren.”

Gong hat Teams verglichen, die unpassende Leads früh ausschließen, mit Teams, die versuchen, alle zu überzeugen. Die erste Gruppe schließt 30 % schneller ab. Tier-A-Accounts haben eine 1,5- bis 2-fach höhere Abschlussrate als Tier-B-Accounts und schließen 15 bis 20 % schneller ab. (Gong, Win Rate Analysis, 2023)

Sales und Marketing sprechen dieselbe Sprache

Wenn beide Seiten dasselbe ICP verwenden, verschwindet das häufigste Konfliktthema: die Qualität der Leads. Die Neukundengewinnung wird planbarer, weil beide Teams auf dieselben Kriterien optimieren.

Ihre Ansprache trifft, weil Sie den Kontext kennen

Sie kennen das Gespräch, das sich von Anfang an richtig anfühlt. Der Kunde nickt nicht nur höflich. Er stellt Folgefragen. Er bringt selbst Beispiele. Er sagt: „Genau das ist unser Problem.” Der Unterschied liegt selten an Ihrer Rhetorik. Er liegt daran, ob Sie verstehen, was den Menschen auf der anderen Seite beschäftigt. Nicht generisch, sondern konkret, für seinen Kontext, seine Branche, seine aktuelle Lage.

Vertriebsteams, die ihre Ansprache an den echten Schmerzpunkten ihrer Zielkunden ausrichten, erzielen eine um 20 % höhere Abschlussrate. (Gong, Revenue Intelligence Report, 2023)

Top-Vertriebler schließen mehr ab, weil sie früher Nein sagen

Top-Vertriebler mit Win Rates von 40 bis 60 % sind nicht besser im Abschließen. Sie verbringen ihre Zeit mit Accounts, bei denen Branche, Technologie, Kaufphase und Trigger Events stimmen. Sie erkennen in den ersten fünf Minuten, ob ein Gespräch weitergehen sollte. Und sie lassen los, bevor die Suche nach einem Abschluss Wochen kostet.



Häufige Fragen zum Ideal Customer Profile

Was ist ein Ideal Customer Profile?

Ein Ideal Customer Profile (ICP) beschreibt den Unternehmenstyp, der am besten zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung passt. Im Gegensatz zum Buyer Persona fokussiert sich das ICP auf Unternehmensmerkmale wie Branche, Größe, Technologie-Stack und Kaufauslöser.

Was ist der Unterschied zwischen ICP und Buyer Persona?

Das ICP beschreibt ein Unternehmen (Branche, Größe, Technologie). Der Buyer Persona beschreibt einen Menschen innerhalb dieses Unternehmens (Rolle, Ziele, Einwände). Im B2B muss das ICP immer zuerst kommen.

Was gehört in ein Ideal Customer Profile?

Ein vollständiges ICP enthält Branche, Unternehmensgröße, Jahresumsatz, Wachstumsphase, Tech-Stack, einen konkreten Schmerzpunkt, einen Kaufauslöser und ein negatives ICP (Ausschlusskriterien). Je spezifischer diese Dimensionen sind, desto besser können Sie Ihre Vertriebsressourcen steuern.

Wie erstelle ich ein Ideal Customer Profile?

Exportieren Sie Ihre abgeschlossenen Deals der letzten 12 bis 24 Monate aus dem CRM. Identifizieren Sie die Kunden, die am schnellsten abgeschlossen haben, nie abgewandert sind und Sie weiterempfohlen haben. Suchen Sie nach gemeinsamen Merkmalen bei Branche, Größe, Tech-Stack und Kaufauslösern. Diese Muster sind Ihr ICP-Entwurf.

Wie oft sollte ein ICP aktualisiert werden?

Mindestens einmal pro Quartal. Wenn sich Win Rates verändern, neue Produktfeatures eingeführt werden oder unerwartete Kundensegmente erfolgreich werden, braucht das ICP ein Update.

Was ist ein negatives ICP?

Ein negatives ICP definiert, welche Unternehmenstypen aktiv ausgeschlossen werden. Es verhindert, dass Zeit in Kunden investiert wird, die nach kurzer Zeit abwandern oder nie den gewünschten Wert aus Ihrem Produkt ziehen.

Warum sollten Vertriebler ihr eigenes ICP aufbauen?

Marketing kennt Marktdaten, aber nicht die echten Signale aus Verkaufsgesprächen. Vertriebler wissen, welche Kunden schnell kaufen, lange bleiben und wenig kosten. Diese Erfahrung ist der Kern eines guten ICP.


Vom Ideal Customer Profile zur ersten Nachricht

Sie haben Ihr ICP definiert. Sie wissen, welche Unternehmen zu Ihnen passen. Das Akquiseprotokoll macht den nächsten Schritt. Es recherchiert die Website jedes einzelnen Empfängers, zeigt Ihnen die Ergebnisse und schreibt erst nach Ihrer Freigabe eine Nachricht, die auf diesen einen Empfänger zugeschnitten ist.

Dieser Artikel ist Teil der B2B-Akquise-Strategie. Dort finden Sie alle Bausteine im Überblick: vom Ideal Customer Profile über die Anatomie des B2B-Vertriebs bis zur fertigen Nachricht.

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